Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen fordert mit einem aktuellen Antrag ein Handlungskonzept gegen soziale Segregation und für sozial gemischte Stadtquartiere. Hintergrund ist der Nachhaltigkeitsbericht 2025 der Stadt Leverkusen. Darin feststellt, dass bei der Bestandsaufnahme keine spezifischen Aktivitäten der Stadt erfasst werden konnten, die ausdrücklich auf die Vermeidung von Segregation abzielen..
SPD-Vorsitzender Darius Ganjani, der auch Mitglied im Sozialausschuss ist, sieht hier dringenden Handlungsbedarf: „Es ist kein Geheimnis, dass es in Leverkusen Stadtteile gibt, in denen sich soziale Probleme stärker konzentrieren. Wenn sich soziale Unterscheide dort immer stärker räumlich verfestigen, müssen wir gegensteuern. Das Problem wird jedes Jahr verschärft, wenn sich solche soziale Unterschiede immer stärker räumlich verfestigen und hiergegen nicht vorgegangen wird. Es kann nicht sein, dass wir Menschen mit wenig Geld in Brennpunkten alleine lassen und isolieren. Deshalb machen wir uns für eine aktive Strategie für sozial gemischte Stadtteile und Wohnquartiere stark. Wir wollen gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Stadtteilen.“
Der Antrag sieht unter anderem die Entwicklung eines strategischen Konzepts zur sozial ausgewogenen Stadtentwicklung, konkrete Kriterien für die Verteilung geförderten Wohnraums sowie Maßnahmen zur Förderung sozial gemischter Quartiere vor. Außerdem soll die Verwaltung über die Wirkung bestehender Quartiersmanagements berichten und den Austausch mit Städten suchen, die bereits erfolgreiche Strategien gegen soziale Segregation verfolgen.
Die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Lena Marie Angermann, verweist auf die Folgen, die eine zunehmende räumliche Trennung für die Menschen in den betroffenen Stadtteilen haben kann: „Wo sich soziale Probleme räumlich konzentrieren, wirkt sich das auch auf die Chancen der Menschen aus, die dort leben. Deshalb müssen wir bei neuen und bestehenden Quartieren stärker darauf achten, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zusammenzubringen. Die Stadt hat Möglichkeiten, diese Entwicklung zu beeinflussen, und diese sollten wir gezielter nutzen.“
Auch der Landtagskandidat und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jonas Berghaus verweist auf erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten: „Wien, Münster und andere Kommunen zeigen, dass Städte der sozialen Segregation mit unterschiedlichen Instrumenten entgegenwirken können. Wir müssen nicht alles neu erfinden, sondern sollten uns anschauen, was andernorts funktioniert und was davon auf Leverkusen übertragbar ist. Genau diesen Austausch wollen wir mit unserem Antrag anstoßen.“
Die SPD-Fraktion will mit dem Antrag erreichen, dass die Stadt soziale Segregation stärker in den Blick nimmt und ihr mit konkreten Instrumenten der Stadtentwicklung und Wohnungspolitik entgegenwirkt.







