Die stillgelegte Kita an der Scharnhorststraße soll nach dem Willen der SPD-Fraktion zu einem Nachbarschaftszentrum für Manfort werden. Die Fraktion hat dazu einen Antrag in die politischen Beratungen eingebracht.
Ausgangspunkt ist die aktuelle Kita-Bedarfsplanung. Eine Reaktivierung der Kita an der Scharnhorststraße ist danach nicht mehr vorgesehen. Für die SPD ist deshalb klar: Das Gelände sollte weiter für den Stadtteil genutzt werden.
„Uns fehlt in Manfort ein Ort, an dem wirklich unterschiedliche Menschen zusammenkommen können. Die Scharnhorststraße liegt mitten im Stadtteil und bietet dafür eine große Chance. Wir wollen dort Räume für Vereine und Gruppen, für Beratung und Veranstaltungen und vor allem auch einen festen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche schaffen“, sagt Jonas Berghaus, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Ratsherr aus Manfort.
Die SPD will dabei mehrere Angebote an einem Standort zusammenbringen. Denkbar sind neben einem größeren Versammlungsraum und Räumen für Vereine und Gruppen auch Jugendarbeit und Streetwork, die Frühen Hilfen mit dem Manforter Laden, Beratungsangebote sowie der Umsonstladen.Ein Teil dieser Angebote besteht bereits, allerdings unter schwierigen räumlichen Bedingungen. Nachbarschaftszentrum und Umsonstladen sind derzeit in der Gustav-Heinemann-Straße 73 untergebracht. Gerade für Kinder und Jugendliche fehlen in Manfort zudem wohnortnahe Räume, in denen sie sich treffen können.
„Wir müssen nicht bei null anfangen. In Manfort gibt es gute Angebote und Menschen, die sich seit Jahren engagieren. Was fehlt, sind passende Räume. Gerade für Kinder und Jugendliche wäre ein fester Treffpunkt im eigenen Stadtteil wichtig. Wenn wir verschiedene Angebote an der Scharnhorststraße zusammenbringen, können sie sich außerdem viel besser ergänzen“, erklärt Max Haacke, Kinder- und Jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
„Die Scharnhorststraße ist für so ein Zentrum ein guter Standort. Schulen, Bahnhof und Bushaltestelle sind direkt in der Nähe, gleichzeitig gibt es ein eigenes Außengelände. Für uns im Bezirk ist wichtig, dass dieses Gelände auch künftig den Menschen in Manfort zugutekommt“, sagt Stefan Krampf, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung I.
Ob dafür das vorhandene Gebäude saniert und umgebaut werden kann oder ein Neubau sinnvoller ist, soll die Verwaltung untersuchen. Gleichzeitig will die SPD das Vorhaben in das ISEK Manfort aufnehmen. Damit soll auch geklärt werden, welche Fördermittel für das Projekt genutzt werden können.
Auch über den späteren Betrieb soll frühzeitig gesprochen werden. Die SPD will dabei insbesondere die Diakonie einbeziehen, die bereits den Manforter Laden und das Nachbarschaftszentrum betreibt.
„Wir wollen, dass hier ein neuer lebendiger und offener Ort für die Bürgerinnen und Bürger in Manfort entsteht“, sagt Dirk Löb, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Leverkusen.







