Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen setzt sich dafür ein, dass künftig wieder große Trödelmärkte in der Stadt stattfinden können. Mit einem entsprechenden Antrag beauftragt sie die Verwaltung zu prüfen, unter welchen genehmigungsrechtlichen Bedingungen Trödelmärkte in umliegenden Kommunen stattfinden und wie vergleichbare Angebote auch in Leverkusen wieder ermöglicht werden können. Gleichzeitig soll die Stadt aktiv auf potenzielle Veranstalter zugehen und für Leverkusen als Standort werben.
Seit Jahren gibt es in Leverkusen, anders als in vielen Nachbarstädten, keine größeren Trödelmärkte mehr. Nach Einschätzung verschiedener Anbieter sind dafür vor allem die vergleichsweise restriktiven Genehmigungsregelungen verantwortlich.
„Trödelmärkte sind mehr als nur Orte zum Kaufen und Verkaufen. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Begegnung und beleben unsere Stadtteile“, erklärt Bürgermeister Mohammed Rifi. „Gerade weil sie für alle zugänglich sind, unabhängig vom Geldbeutel, sind sie ein niedrigschwelliges Angebot für viele Bürgerinnen und Bürger und müssen wieder in Leverkusen fest verankert sein.“
Nach Ansicht der SPD lohnt sich ein Blick in andere Kommunen, in denen solche Märkte regelmäßig stattfinden.
„Viele Städte im Umland zeigen, dass große Trödelmärkte rechtssicher und erfolgreich organisiert werden können“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jonas Berghaus. „Wir wollen deshalb prüfen, welche Regelungen dort gelten und wie Leverkusen wieder zu einem attraktiven Standort für solche Veranstaltungen werden kann.“
Neben ihrem sozialen Charakter leisten Trödelmärkte auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, da gebrauchte Gegenstände weitergegeben und wiederverwendet werden. Ziel des Antrags ist es daher, gemeinsam mit möglichen Veranstaltern Lösungen zu entwickeln, die Märkte in Leverkusen wieder wirtschaftlich und organisatorisch realisierbar machen, selbstverständlich unter Einhaltung aller sicherheits- und ordnungsrechtlichen Anforderungen.







