CDU und SPD in Leverkusen reagieren mit großer Enttäuschung auf die Entscheidung, den dringend notwendigen Ersatzneubau des Hallenbades Bergisch Neukirchen erneut nicht im Bundesförderprogramm zu berücksichtigen. Beide Fraktionen sind sich einig: Diese Entscheidung darf nicht das letzte Wort sein. Gemeinsam wollen CDU und SPD nun gegenüber Bund und Land deutlich machen, welche herausragende Bedeutung das Hallenbad für die Leverkusener Bildungs-, Sport- und Freizeitinfrastruktur hat.
„Dass Leverkusen mit dem Hallenbad Bergisch Neukirchen erneut nicht berücksichtigt wurde, enttäuscht uns sehr“, erklärt Tim Feister, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. „Gerade angesichts der schwierigen finanziellen Situation unserer Stadt ist ein Projekt dieser Größenordnung ohne Unterstützung kaum zu stemmen. Gleichzeitig können und wollen wir auf diese Infrastruktur nicht verzichten. Deshalb senden wir gemeinsam mit der SPD ein klares Signal nach Berlin und Düsseldorf: Leverkusen braucht dieses Hallenbad, und Leverkusen braucht dafür die Unterstützung von Bund und Land.“
Das Hallenbad Bergisch Neukirchen ist weit mehr als ein Freizeitangebot. Für CDU und SPD steht insbesondere seine Bedeutung für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Schwimmen zu lernen ist ein elementarer Bestandteil von Bildung und zugleich eine Frage der Sicherheit.
„Wir müssen auch in Zukunft gewährleisten können, dass Leverkusener Schülerinnen und Schüler Schwimmunterricht erhalten“, betont Dirk Löb, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion. „Schulschwimmen darf nicht davon abhängen, ob eine Kommune die notwendigen Millioneninvestitionen in ihre Schwimminfrastruktur allein schultern kann. Wenn es nicht gelingt, in Bergisch Neukirchen eine langfristige Lösung zu schaffen, gerät die verlässliche Absicherung des Schulschwimmens in Leverkusen perspektivisch ernsthaft in Gefahr. Das können wir nicht hinnehmen.“
CDU und SPD wollen deshalb gemeinsam auf die Verantwortlichen bei Bund und Land zugehen. Auf Bundesebene soll insbesondere Bundesbauministerin Verena Hubertz angesprochen werden. Auf Landesebene richten sich die gemeinsamen Bemühungen insbesondere an die nordrhein-westfälische Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Ina Scharrenbach sowie an die für Sport und Ehrenamt zuständige Staatssekretärin Andrea Milz.
„Wir erwarten nicht, dass nach dieser Entscheidung einfach zur Tagesordnung übergegangen wird“, erklären CDU und SPD gemeinsam. „Unser Ziel ist es, die Bedeutung des Projektes noch einmal mit allem Nachdruck deutlich zu machen und dafür zu werben, dass Leverkusen bei der nächsten Fördermöglichkeit zum Zuge kommt. Bund, Land und Stadt müssen hier gemeinsam eine tragfähige Perspektive entwickeln.“
Ausdrücklich danken CDU und SPD dem Sportpark Leverkusen für die intensive Vorbereitung und die inhaltlich sehr gute Ausarbeitung der Förderantragsbewerbung.
„Der Sportpark hat einen überzeugenden und fachlich fundierten Antrag vorgelegt und sehr gute Arbeit geleistet. Umso bedauerlicher ist es, dass diese Arbeit in der aktuellen Förderentscheidung nicht zum Erfolg geführt hat. Die Qualität des Antrags und vor allem die objektive Notwendigkeit des Projektes bleiben davon aber unberührt. Dafür gilt allen Beteiligten unser ausdrücklicher Dank.“
Für CDU und SPD ist deshalb klar: Die bisher geleistete Arbeit soll die Grundlage für den nächsten Anlauf bilden. Beide Fraktionen gehen davon aus, dass die besondere Bedeutung des Hallenbades für die Leverkusener Infrastruktur auch bei Bund und Land erkannt wird, und wollen sich dafür einsetzen, dass das Projekt bei einer weiteren Förderwelle erneut mit Nachdruck eingebracht wird.
Das bestehende Hallenbad in Bergisch Neukirchen stammt aus dem Jahr 1973 und weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Nach den vorliegenden Untersuchungen ist eine wirtschaftlich vertretbare Sanierung nicht mehr möglich, weshalb ein Ersatzneubau vorgesehen ist. Dieser soll insbesondere dem Schul- und Vereinsschwimmen dienen und langfristig eine moderne und verlässliche Schwimminfrastruktur für Leverkusen sichern.
Abschließend erklären Tim Feister und Dirk Löb gemeinsam: „Beim Hallenbad Bergisch Neukirchen geht es um mehr als um ein einzelnes Bauprojekt. Es geht um Bildung, um Sport, um Gesundheitsvorsorge, um Vereinsleben und um kommunale Daseinsvorsorge. Deshalb werden wir gemeinsam dafür kämpfen, dass dieses für Leverkusen so wichtige Projekt realisiert werden kann. Die Botschaft an Düsseldorf und Berlin ist eindeutig: Leverkusen braucht das Hallenbad Bergisch Neukirchen – und wir erwarten, dass Bund und Land uns bei dieser wichtigen Zukunftsaufgabe unterstützen.“







