Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen zeigt sich enttäuscht darüber, dass alle drei eingereichten Projekte im Rahmen des Bundesprogramms Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) in der ersten Förderrunde keine Berücksichtigung gefunden haben. Betroffen sind die geplante Sanierung der Sportanlage des TuS Rheindorf, die Sportanlage Birkenberg in Opladen sowie des Hallenbad in Bergisch Neukirchen.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte am 22. April die erste Tranche des Programms beschlossen. Bundesweit standen rund 333 Millionen Euro zur Verfügung – bei einem Antragsvolumen von über 3.600 Projekten und einem Gesamtbedarf von rund 7,5 Milliarden Euro. Damit war das Programm rund 21-fach überzeichnet.
„Die Enttäuschung ist entsprechend groß. Unsere Projekte sind gut vorbereitet, dringend notwendig und hätten Leverkusen gutgetan. Dass wir in dieser Runde nicht berücksichtigt wurden, ist sehr bitter“, erklärt Paul-Leander Schmidt, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heike Bunde betont die Bedeutung der kommunalen Sportinfrastruktur: „Sportstätten und Schwimmbäder sind zentrale Orte für Vereine, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade deshalb ist es enttäuschend, dass Leverkusen in dieser Runde leer ausgegangen ist.“
Abdulhamid Rizvani, Mitglied im Betriebsausschuss Sportpark Leverkusen, ergänzt: „Die ausbleibende Förderung ist enttäuschend, ändert aber nichts am Bedarf vor Ort. Die Projekte sind fachlich vorbereitet und planungsreif. Wir müssen jetzt weitere Förderchance konsequent nutzen.“
Prof. Karl Lauterbach, MdB, örtlicher Bundestagsabgeordneter, erklärt: „Leverkusen hat überzeugende Projekte eingereicht, die dringend gebraucht werden. Dass sie in dieser Runde nicht berücksichtigt wurden, ist bitter. Gleichzeitig ist klar: Der Bedarf übersteigt die verfügbaren Mittel deutlich. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass wir die Förderprogramme weiter ausbauen.“
Positiv hebt die SPD-Fraktion hervor, dass die Anträge durch den Sportpark Leverkusen erneut sehr professionell und schnell vorbereitet wurden. „Der Sportpark arbeitet seit Jahren äußerst verlässlich und ist sofort handlungsfähig, sobald neue Programme starten“, so Schmidt.
Besonders für Schwimmbäder bleibt Hoffnung: Innerhalb des Programms wurde ein separater Fördertopf in Höhe von 250 Millionen Euro speziell für die Sanierung und Modernisierung kommunaler Schwimmbäder aufgelegt. Anträge können hier noch bis zum 19. Juni 2026 eingereicht werden. Damit bleibt insbesondere das Hallenbad Bergisch Neukirchen weiterhin in Aussicht auf Förderung.
Darüber hinaus weist die SPD-Fraktion darauf hin, dass neben der Bundesförderung auch das Land Nordrhein-Westfalen zusätzliche Mittel für Sportinfrastruktur bereitstellt. Insgesamt stehen dort rund 600 Millionen Euro zur Verfügung, unter anderem für Schwimmbäder, kommunale Sportanlagen und Vereinssportstätten.
Gleichzeitig mahnt auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dass die aktuellen Mittel angesichts des enormen Sanierungsstaus nicht ausreichen. Der DOSB sieht weiteren Handlungsbedarf und fordert zusätzliche Investitionen in den kommenden Jahren.
„Wir werden weiterhin alles daransetzen, dass Leverkusen bei den nächsten Förderentscheidungen erfolgreich ist“, so die SPD-Fraktion abschließend.







