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100 Jahre Weltfrauentag: SPD-Fraktion sieht Stadtverwaltung in Vorbildfunktion

Christian Dohmen/02. März 2011

Vor genau 100 Jahren gingen in Berlin erstmals Frauen für ihre Rechte auf die Straße. Auf diese Weise entstand der Internationale Frauentag. Frauen kämpften für ein Frauenwahlrecht, um die Durchsetzung politischer Rechte und um gesellschaftliche Beteiligung. Ein Jahrhundert später tragen Frauen endlich zunehmend Verantwortung in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Junge Frauen sind heute so gut ausgebildet wie in keiner anderen Generation zuvor. Seit vielen Jahren erreichen Frauen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Mehr junge Frauen als Männer beginnen ein Studium an Hochschulen. Doch auf den anderen Seite: Trotz ihrer guten Qualifikationen sind auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich viele Frauen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen.

 

„Auch hier bei uns in Leverkusen leisten Frauen Großartiges. Häufig unter erheblicher Kraftanstrengung vollbringen sie ihr persönliches Meisterstück Beruf UND Familie. Um ihnen diese erfolgreichen Lebenswege künftig zu erleichtern, brauchen wir vor allem eine verlässliche Kinderbetreuung“, erklärt Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Eva Lux, selbst Mutter von drei Kindern. „Auch wir als Stadt können hierfür eine ganze Menge tun. Einiges davon wurde bereits auf den Weg gebracht.“ Zusammen mit dem Vorsitzenden der Leverkusener Ratsfraktion, Dr. Walter Mende, nennt sie den Ausbau der Ganztagsschulen in allen Schulformen und Stadtteilen als Beispiel. Daneben sei mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz bis 2013 eine wesentliche Voraussetzung geschaffen worden. Hier leistete die Stadt schon wichtige Unterstützung. Vor allem aber als Arbeitgeberin erfülle die Stadt eine Vorbildfunktion für andere Betriebe. Seit vielen Jahren seien gut 500 verschiedene Arbeitszeitmodelle für die Beschäftigten der Verwaltung etabliert worden.

In Bezug auf Führungsfunktionen gilt aber auch für die Stadt Leverkusen: Wenngleich die Zahl weiblicher Beschäftigter bei der Stadtverwaltung Leverkusen höher ist, so liegt ihr Anteil bei Leitungsfunktionen noch unter 30 Prozent. Hier besteht noch Nachbesserungsbedarf!

Die SPD wird sich deshalb weiter dafür stark machen, Mädchen und jungen Frauen schon frühzeitig die ganze Bandbreite von Berufen und ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen und traditionelle Rollenbilder zu überwinden. „Frauen müssen die gleichen Karrierechancen bekommen wie Männer“. Die derzeitige Diskussion auf nahezu allen politischen Ebenen über eine mögliche freiwillige oder gesetzliche Frauenquote, etwa auch für die Führungsetagen börsennotierter Unternehmen, wird mit großer Aufmerksamkeit verfolgt: „Wenn freiwillige Vereinbarungen nicht weiter führen, muss eine zeitgemäße und geschlechtergerechte Entwicklung mit gesetzlichen Mitteln sichergestellt werden“.

Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Eva Lux wird anlässlich des 100. Internationalen Frauentages am 10. März gemeinsam mit der Leverkusener Frauenbeauftragten Simone Fey-Hoffmann an einer Feierstunde im Landtag NRW (und am 8. März ab 17 Uhr am IGBCE-Treffen in den Wiesdorfer Luminaden) teilnehmen.



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